Die Skandale der Impfstoffentwickler

Die Skandale der Impfstoffentwickler

Die von der Politik von Anfang an propagierte Lösung der Corona Krise war es, möglichst vielen Menschen einen Impfstoff zu verabreichen. So sollte ein flächendeckender Schutz für die Bevölkerung und eine Herdenimmunität ermöglicht werden. Gleichzeitig wurden die für die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Jugend zerstörerischen Maßnahmen an die Bereitstellung eines geeigneten Impfstoffes gekoppelt. Unsere Bundeskanzlerin sagte, dass die Pandemie nicht verschwinden würde, bevor es einen geeigneten Impfstoff gäbe[1].

Mittlerweile, Ende Mai 2021, ist vielen Menschen klar geworden, dass es wohl auch ohne das von Merkel deklarierte Ziel funktionieren sollte zu einem Freiheitsgrad zurückzukehren, welcher nicht an spezielle Bedingungen, und schon gar nicht an einen Impfstatus gekoppelt ist. Allgemein bekannt ist in Deutschland der sogenannte „schwedische Weg“, welcher zwar lange und heftig in den deutschen Medien als Unverantwortlich schlechtgeredet wurde, retrospektiv zeigte sich allerdings, dass die Schweden mit ihrer speziell-normalen Vorgehensweise recht behalten sollten, epidemiologisch und wirtschaftlich[2].

Dies wurde vielerorts festgestellt und so existieren mittlerweile 22 US-Bundesstaaten welche keinerlei Corona-Einschränkungen mehr verhängen[3]. Der Gouverneur von Florida, Robert de Santis, kündigte sogar an, dass er jeden im Bundesstaat begnadigen wird, der wegen der Missachtung von Corona-Maßnahmen angeklagt wurde[4].  Im Gegensatz dazu wird in Deutschland noch diskutiert, ob man die Kinder überhaupt wieder in die Schule schicken könne, sollte der gewünschte Impffortschritt noch nicht gelungen sein [5].

Doch warum hat die Politik sich so schnell dazu bewegen lassen einen Impfstoff als Heilsbringer zu deklarieren? Wurden Alternativkonzepte angehört? Gab es Vergleiche zwischen verschiedenen Vorgehensweisen, deren Vor- und Nachteile man der Bevölkerung transparent erläuterte? Wohl eher kaum. Man schien sich sehr früh in der Krise sicher zu sein, dass der „Impfweg“ der Richtige sei. Doch woher kam die Sicherheit? Hat man es mit vertrauenswürdigen Pharmaunternehmen zu tun, welche vor allem in Sinne der Menschen handelt? Dieser Frage möchte ich im heutigen Blogeintrag nachgehen. So werde ich vergangene Skandale von den großen Impfstoffherstellern, mit denen wir konfrontiert werden, zusammenfassend präsentieren.

BioNTech/Pfizer

BioNTech ist ein Mainzer Biotech-Unternehmen, welches sich ursprünglich das Ziel setzte, die Krebstherapie zu revolutionieren. Der Haupteigentümer BioNTechs, Thomas Strüngmann, zeigt sich im Jahr 2019 sehr ambitioniert und sagte, dass BioNTech zum „Amazon der Biotechbranche“ werden könnte.

Da die Technologie wohl vielversprechend war, investierte 2019, neben vielen anderen namhaften Investoren, die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung circa 50 Millionen Euro in BioNTech [6]. Bislang hat BioNTech, abgesehen vom neuartigen Corona-Impfstoff, kein (zugelassenes) Produkt auf den Markt bringen können[7]. Daher lässt sich auch über mögliche vergangene Vergehen des Unternehmens nicht viel finden. Interessanter wird es bei BioNTechs Partner Pfizer. Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer beruht auf einer bereits 2018 beschlossenen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen, welche darauf abzielte, einen mRNA-basierten Impfstoff gegen Influenza zu entwickeln. Auf der Basis der bereits geleisteten Arbeit am mRNA-Impfstoff wurde das Ziel formuliert, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln, um einen schnellen weltweiten Zugang zu dem Impfstoff zu ermöglichen[8]. Pfizer wurde bereits 1849 gegründet[9], und hatte im Jahr 2020 einen Umsatz von 42 Milliarden Dollar, das Unternehmen kalkuliert durch die Verkäufe des Impfstoffes zukünftig mit noch deutlich größeren Umsätzen[10].

In früheren Zeiten führten große, amerikanische, Pharmariesen ihre klinischen Studien für neue Medikamente vor allem an Gefangenen durch. Aufgrund der Proteste von Menschenrechtsorganisationen wurde diese Art von Versuchen untersagt. In der Folge wurden diese Studien in Entwicklungsländer verlegt. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass Medikamententests in den USA rund 30.000 Dollar für jeden teilnehmenden Patienten kosten, während dies in einem Entwicklungsland circa 3000 Dollar sind. In Nigeria lösten 1996 die Tests an dem Antibiotikum Trovan einen Bürgerkrieg aus. Die Berechtigung zu diesen Tests wurde Pfizer von der damaligen, korrupten nigerianischen Militärregierung erteilt, welche ohnehin schon für Menschenrechtsverletzungen berüchtigt war[11]. In der Folge kam ans Tageslicht, dass Pfizer das Mittel in einem Hospital an rund 100 Kinder und Säuglinge verabreichte, wobei fünf Kinder starben. Einer der konkret formulierten Vorwürfe war, dass Pfizer die Zustimmung der Eltern nicht ordnungsgemäß einholte[12].  Sechs weitere Kinder starben in einer Vergleichsstudie, in der Ihnen ein anderes Mittel verabreicht wurde. Zudem erlitten einige Kinder während des Tests Hirnschäden[13]. Von einem „menschenfreundlichen“ und milliardenschweren Konzern könnte man annehmen, dass solche Unfälle sauber dokumentiert werden und man für die entstandenen Schäden bestmöglich geradesteht und mindestens die betroffenen Familien finanziell entschädigt werden. Natürlich kann keine Geldsumme der Welt ein Menschenleben aufwiegen. Doch anstatt Fehler einzuräumen, oder sich zu entschuldigen, kümmerten sich die Rechtsanwälte Pfizers, wie es sich für ein wirtschaftliches Unternehmen gehört, vor allem darum die zu zahlende Geldsumme zu minimieren. Es wurden Schritte unternommen, die ein nigerianisches Gericht dazu bewegen sollten, den Fall in Nigeria, anstatt in Amerika, zu bearbeiten. Dadurch erhoffte sich Pfizer Einfluss auf die Gerichte zu nehmen. Seit 1999 ist das Medikament Trovan in Europa offiziell verboten[14].

Ein weiterer Skandal Pfizers handelte von unterdrückten Studien. So vertrieb Pfizer 12 Jahre lang ein Medikament zur Behandlung von Depressionen, welches keinen wissenschaftlich bewiesenen Nutzen für die Patienten hatte. Dass ein solcher Skandal möglich war und vermutlich noch ist, liegt vor allem an einer fehlenden Veröffentlichungspflicht der klinischen Studien der Pharmaunternehmen. So gab Pfizer von 17 durchgeführten Studien nur 10 an die Öffentlichkeit, welche ein positives Bild des Medikaments Edronax darstellten. Nachdem die fehlenden 7 Studien analysiert werden konnten, bestätigte sich jedoch der Verdacht, dass Edronax völlig wirkungslos ist[15]. Folglich konnten in den zwölf Jahren, in denen Edronax am Markt erhältlich war, weder Patienten noch Ärzte eine aufgeklärte Entscheidung über die bestmögliche Behandlungsmethode treffen.

AstraZeneca

Der Konzern AstraZeneca entstand 1999 und ist damit weit jünger als Pfizer[16]. Doch auch hier fließen ordentliche Summen. 2020 hatte AstraZeneca einen Umsatz von 26,6 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen. AstraZeneca hat sich der Mission verschrieben „Medikamente zu entwickeln, die vielen Menschen helfen“[17]. Nichtsdestotrotz arbeitet man bei AstraZeneca bezüglich der Gewinnmaximierung mit ähnlichen Tricks wie Pfizer. Genau wie Pfizer führt auch AstraZeneca kostengünstige Studien in Indien durch[18].

Zusätzlich werden Studien geschönt oder bewusst falsch gedeutet. So brachte AstraZeneca ein cholesterinsenkendes Medikament, Crestor, auf den Markt, noch bevor die notwendigen Langzeitstudien dazu abgeschlossen waren[19].

2001 brachte AstraZeneca Nexium auf den Markt. Dieses Mittel sollte bei Magengeschwüren und Sodbrennen helfen. Nexium war der Nachfolger des Medikaments Prilosec, nachdem dessen Patentschutz abgelaufen war. Folglich konnte mit Prilosec nicht mehr das große Geld verdient werden, bis zu diesem Zeitpunkt machte AstraZeneca durch Prilosec sechs Milliarden Dollar Umsatz. Der Unterschied zwischen war Prilosec und Nexium war lediglich marginal, die chemische Zusammensetzung wurde nur leicht angepasst. Um das neue Medikament bewerben zu können setzte man auf altbekannte Tricks der Pharmaindustrie. So wurden in vergleichenden Studien die Medikamente so unterschiedlich dosiert, dass sinnvolle Rückschlüsse bezüglich der Wirksamkeit ausgeschlossen waren. Man verglich eine niedrige Dosierung des älteren Präparats mit einer teilweise höheren Dosierung des neuen Präparats und konnte damit einen geringen Fortschritt zeigen – so dünn war die wissenschaftliche Basis für Nexium[20]. Trotzdem fuhr AstraZeneca mit Nexium weitere Milliardengewinne ein[21]. Und das, obwohl vergleichbare Medikamente zu einem deutlich günstigeren Preis erhältlich sind. Da kommt die Frage auf, warum die Ärzte Nexium trotzdem weiter verschreiben. Die Antwort: Die Ärzte erhalten von AstraZeneca eine Belohnung für die Verschreibung von Nexium, bis 2006 hat AstraZeneca in Deutschland mindestens 30.000 Ärzten Geld für solche Machenschaften bezahlt[22].

Johnson & Johnson

Die Johnson & Johnson GmbH wurde 1943 in Amerika gegründet, ist seit den 1970er Jahren in Deutschland vertreten, und gehört ebenfalls zu den weltgrößten Pharmaunternehmen [23]. Selbstverständlich ist auch Johnson & Johnson in viele große Pharmaskandale verwickelt. Einer der Größten war der Skandal um das Schizophreniemittel Risperdal und das Herzmedikament Natrecor. Konkret hat Johnson & Johnson über viele Jahre hinweg Apotheker bestochen, um diese beiden Medikamente Gruppen zu empfehlen, für die diese nicht geeignet waren. Die Betroffenen waren unter anderem verhaltensgestörte Kinder und behinderte Menschen. Leider wurden alle strafrechtlichen Untersuchungen gestoppt, da Johnson & Johnson sich auf einen Vergleich einließ und 2,2 Milliarden Dollar Strafe zahlte[24].

Außerdem wurde Johnson & Johnson 2019 zu einer Strafe von 572 Millionen Dollar verurteilt. Diese lag darin begründet, dass Johnson & Johnson über mehrere Jahre süchtig machende Schmerzmittel (Opioide) vermarktete, und deren Suchtpotential verharmloste. Die zuständigen Anwälte des Bundesstaates Oklahoma führten sogar an, dass durch diese Marketingkampagnen nicht nur die Zahl der Abhängigen stieg, sondern auch die direkte Anzahl der Todesfälle durch Überdosierungen von Opioiden [25].

2018 wurde Johnson & Johnson in Missouri verurteilt. Der Konzern bot über 40 Jahre hinweg Produkte an, in denen Asbest enthalten war. Konkret ging es in der Klage in Missouri um ein Babypuder, welches Eierstockkrebs bei den damit in Kontakt gekommenen Frauen auslösen konnte. Das Gericht ordnete Schadenersatz- und Strafzahlungen in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar an[26].

In diesem Eintrag wurden nur beispielhaft einige Verbrechen der Pharmaunternehmen dargestellt, auf deren Impfstoff wir nun vertrauen sollen. Selbstverständlich finden sich unzählige weitere Skandale im Internet, doch mit diesem Thema könnte man auch ein ganzes Buch schreiben. Gerne lade ich Sie, wie immer, dazu ein weiter zu recherchieren. Die Berichte lesen sich teilweise wie Krimis. Außerdem wurden in diesem Blogeintrag bewusst die neuartigen Impfstoffe nicht erwähnt. Doch auch dazu gibt es aus unserer Sicht noch viel zu sagen und dieses Thema werden wir in einem kommenden Eintrag aufgreifen. Sollten Sie noch darüber nachdenken, ob eine Impfung Ihnen zuträglich sein könnte, hoffe ich, dass ich Ihnen durch meine Präsentation der ‚dunklen Seite‘ der Pharmaunternehmen eine objektivere Entscheidung ermöglichen konnte.

 Bild: https://unsplash.com/photos/_ts3NfjvaXo

[1] https://www.welt.de/politik/deutschland/article207167375/Merkel-zu-Corona-Solange-wir-keinen-Impfstoff-haben-wird-das-gelten.html

[2] https://www.nachdenkseiten.de/?p=72565

[3] https://www.epochtimes.de/politik/ausland/brisant-in-22-us-bundesstaaten-gibt-es-keinerlei-corona-massnahmen-und-alles-ist-in-ordnung-a3518695.html

[4] https://de.rt.com/nordamerika/117528-florida-gouverneur-ron-desantis-verkuendet-begnadigung-fuer-covid-19-regelverstoesse/

[5] https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/impfung-von-schuelerinnen-und-schuelern

[6] https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/biontech-einstieg-mit-50-millionen-warum-bill-gates-auf-biontech-aus-mainz-setzt/24981368.html

[7] https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/biontech-gruender-oezlem-tuereci-und-ugur-sahin-deutschland-wird-genug-impfstoff-bekommen-a-00000000-0002-0001-0000-000174691195?context=issue

[8] https://biontech.de/de/covid-19

[9] https://www.pfizer.de/ueber-uns/unternehmen

[10] https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Pfizer-rechnet-mit-starkem-Umsatzschub-416768.html

[11] https://www.deutschlandfunk.de/der-fall-pfizer-und-die-medikamententests-in-den.724.de.html?dram:article_id=99933

[12] https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/wikileaks-belastet-pfizer/

[13] https://www.welt.de/wirtschaft/article921876/Pfizer-wegen-Versuchen-an-Kindern-verklagt.html

[14] https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/wikileaks-belastet-pfizer/

[15] https://www.tagesspiegel.de/wissen/arzneimittel-studien-friede-freude-pharmafirma/1638800.html

[16] https://www.astrazeneca.de/unternehmen/unternehmensgeschichte.html

[17] https://www.astrazeneca.de/unternehmen.html

[18] https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/klinische-studien-in-indien-fordern-immer-wieder-todesopfer-a-806797.html

[19] https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/kranke-machenschaften/

[20] https://www.stern.de/wirtschaft/news/pharmaindustrie-vorsicht--pharma---wie-die-industrie-aerzte-manipuliert-und-patienten-taeuscht-3262192.html

[21] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77228/umfrage/astrazeneca-umsatz-des-top-produktes-nexium-seit-2006/

[22] https://www.stern.de/wirtschaft/news/pharmaindustrie-vorsicht--pharma---wie-die-industrie-aerzte-manipuliert-und-patienten-taeuscht-3262192.html

[23] https://www.jnjgermany.de/ueber-uns

[24] https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vorwurf-der-korruption-j-j-zahlt-2-2-milliarden-dollar-a-931870.html

[25] https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/us-pharmakonzern-opioid-prozess-johnson-und-johnson-zu-572-millionen-dollar-schadenersatz-verurteilt/24945134.html?ticket=ST-4993902-Z2NPzVQVzhVwYbgCd9Ax-ap4

[26] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/07/17/talkum-in-babypuder-wurden-krebsrisiken-verschwiegen

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